Neue Annahmebedingungen für die LBA, Stand 01.01.2017

Die Annahmebedingungen für die Landessammelstelle Bayern mussten den besonderen Vorgaben der Konditionierungsanlagen angepasst bzw. präzisiert werden. Neben redaktionellen Änderungen und Anpassungen zur besseren Verständlichkeit der Vorgaben wurden im Wesentlichen die Abschnitte 3.1.2.2 und 3.1.2.3 sowie 3.1.2.6 den derzeit gültigen Annahmebedingungen der Konditionierer angepasst.

Zum Thema Entsorgungen radioaktiver Abfälle bieten wir Ihnen weiterhin unsere kostenfreie Unterstützung und Beratung in der Sammelstelle Mitterteich oder auch gerne in Ihrem Hause an.

Annahmebedingungen für die Landessammelstelle Bayern Stand Januar 2017

Neue Preisliste ab Januar 2017

Wir sind bemüht, die Kosten für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in einem erträglichen Rahmen zu halten. In unseren Annahmeentgelten sind auch Kosten Dritter, z. B. die Endlagerkosten enthalten, auf deren Erhebung und Höhe wir keinen Einfluss haben.

So wird das Bundesamt für Strahlenschutz, die an die Bundesrepublik Deutschland abzuführenden Endlagerkosten zum 01.01.2017 um 2.711 € auf 27.428 € je m³ Abfallgebindevolumen anheben.

Auch hat ein Vertragspartner, mit der wir in Teilbereichen der Entsorgung radioaktiver Abfälle zusammenarbeiten, angekündigt ihre Preise zum 01.01.2017 anzupassen.

Diese Kostensteigerungen können wir nicht auffangen und müssen diese – leider – an unsere Kunden weiterreichen.

Erlauben Sie uns noch den Hinweis, dass die Entgeltbestandteile die wir zu vertreten haben, unverändert mit Stand 01.01.2016, weiterlaufen.

Neue Preisliste ab Januar 2017 im Bereich Download

Verkauf / Abgabe von gebrauchten 200-l-Rollsickenfässern

Vor einer Anlieferung / Auslieferung von gebrauchten 200-l-Rollsickenfässer müssen wir Sie, entsprechend den Vorgaben der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV), nochmals auf die nachfolgende Nutzungseinschränkung hinweisen:

Die Fässer können aufgrund des wiederkehrenden Einsatzes als Verpackungsbehälter von festen radioaktiven Abfällen eine Kontamination auf den Fass-Innenseiten aufweisen und müssen daher gemäß Gefahrgutverordnung GGVSEB nach Klasse 7 als UN 2908 "leere Verpackungen" transportiert werden.

Der Verkauf und die Abgabe von gebrauchten 200-l-Fässer durch die GRB an Dritte erfolgt unter dem Vorbehalt, dass diese Fässer ausschließlich zur Verpackung von festen, brennbaren radioaktiven Abfällen eingesetzt werden dürfen und die Fässer an die Landessammelstelle Bayern für radioaktive Abfälle zurückgeliefert werden. Nicht zur Verpackung von radioaktiven Abfällen genutzte Fässer können entweder von der GRB, gegen Entgelt, zurückgenommen werden oder wären entsprechend den Vorgaben des § 29 StrlSchV freizugeben.

Wir bitten Sie die mittel- und unmittelbar mit dem Umgang der gebrauchten Fässer beauftragten Mitarbeiter in ihrem Hause darauf hinzuweisen und auf strikte Einhaltung der Nutzungsbeschränkung zu achten.

Verordnung (Euratom) Nr. 302/2005 DER KOMMISSION vom 8. Februar 2005 über die Anwendung der Euratom-Sicherungsmaßnahmen

Die EURATOM-Verordnung 3227/76 vom 19.10.1976 wurde durch die EURATOM-Verordnung 302/2005 vom 08.02.2005 ersetzt. Nach Art. 38 der neuen Verordnung gelten Bezugnahmen auf die aufgehobene Verordnung als Bezugsnahme auf die Verordnung 302/2005.

Nach Kapitel III der EURATOM-Verordnung 302/2005 ist eine „Kernmaterialbuchführung“ anzuwenden und der jeweilige Anfangsbestand und jede Bestandsänderung an EURATOM zu melden. Dies gilt für die nachfolgenden „Kernmaterialkategorien“:

  • abgereichertes Uran
  • auf weniger als 20% angereichertes Uran
  • Plutonium
  • Natururan
  • auf 20% und mehr angereichertes Uran
  • Thorium.

Alle Abfallverursacher die mit den oben genannten Stoffen umgehen, müssen daher zu jedem Antrag und Begleitschein das "Formblatt" zur Euratom-Erklärung ausfüllen. Das überarbeitete Formblatt steht ab sofort im Bereich DOWNLOAD zum Herunterladen bereit.